Jahresabschlusswanderung mit den Kulturfreunden

(gk) Der Häzemer Dorf- und Kulturverein lädt für Freitag, 28.12.2018, alle Mitglieder und Freunde des Vereins zu seiner traditionellen Jahresabschlusswanderung ein. Der Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Freien Platz. Dort wird auch von den Teilnehmern die Menüauswahl vorgenommen, um die Wartezeit auf das Essen zu verkürzen.
Das Ziel ist der Clube Operário Português (Portugiesischer Club) in der Georg-August-Zinn-Straße 68 in Groß-Umstadt. Hier ist gegen 12.30 Uhr das gemeinsame Mittagessen geplant. Der Verein freut sich auch über Teilnehmer, die mit dem Auto oder Fahrrad direkt dorthin kommen werden. Parkplätze sind genügend vorhanden.
Die Rückkehr ist gegen 17.00 Uhr.

Aus der Bevölkerung viel Zuspruch erfahren

Häzemer Dorf- und Kulturverein feierte sein zehnjähriges Bestehen

(lng) Seit zehn Jahren besteht der Häzemer Dorf- und Kulturverein, der aus diesem Grund zu einer Feier in das Bonifatiusheim in Habitzheim eingeladen hatte, das bis auf den letzten Platz besetzt war.

Hauptrednerin an diesem Nachmittag war Marie-Luise Drabke, die zur Zeit der Vereinsgründung Leiterin für Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Darmstadt-Dieburg war und sich nun im Ruhestand befindet. Sie begrüßte die „liebe Festgemeinde“ und besonders die Mitglieder des Jubiläums-Vereins mit den Worten von Henry Ford: „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ Anhand dieser drei Schritte ließ Marie-Luise Drabke die zehnjährige Entwicklung des Häzemer Dorf- und Kulturvereins Revue passieren, der ein Kind der Dorferneuerung (2006 – 2013) sei, die sie begleiten durfte – auch eines der erfolgreichsten Projekte, betonte Marie-Luise Drabke. Nicht nur, dass der Verein noch bestehe, blühe und gedeihe, man habe auch durch Förderung der Dorferneuerung Räume zur Zusammenkunft und zum Lagern geschaffen.

In einem kurzen Rückblick in die Zeit der Vereinsgründung am 13. März 2008 erwähnte sie die ersten Aktivitäten, die in die Gründung des Vereins mündeten.

Der (Gründungs-)Vorstand sei zehn Jahre fast derselbe, die engere Mannschaft im Wesentlichen auch. Das sei nicht selbstverständlich, sondern zeuge von Kontinuität und Ausdauer. Neue Ideen und neue Initiativen würden aufgegriffen, bewertet und weitergeführt. Es bildeten sich Traditionen heraus, neue Mitglieder habe der Verein geworben. Neben der vielen mehr „trockenen“ Arbeit im Hintergrund wie Organisations- und Führungsaufgaben sowie Presse- und Foto-Dokumentation sei aber die Freude an der Arbeit im Verein zu spüren – am gemeinsamen Erfolg und dem großen Zuspruch in der Bevölkerung.

Als Aktivitäten des Häzemer Dorf- und Kulturvereins nannte die ehemalige Leiterin für Dorf- und Regionalentwicklung unter anderem das Sammeln von Unterlagen zur Habitzheimer Geschichte(n) sowie von Fotos und Unterlagen der Habitzheimer Bevölkerung und die Archivierung, außerdem Besuche in den Archiven in Bronnbach, Darmstadt, Marburg und Otzberg. Hieraus hätten sich eine Vielzahl von Themen ergeben wie Geschichte allgemein, die Schulen, Gaststätten, Geschäfte, Hausnamen, Gewann-Namen, Brunnen, „Burg-Schloss-Hofgut“, Verwandtschaftsverhältnisse und ganz aktuell die Habitzheimer Ausdrücke. Für die Habitzheimer Bevölkerung und die Öffentlichkeit habe es Informationen gegeben durch Vorträge zu vielfältigen Themen auch mit auswärtigen Referenten, Ausstellungen, „Verzäihl emol ebbes“-Abende, Unterricht in der Habitzheimer Hasselbachschule über die Geschichte von Habitzheim sowie durch Rundgänge an der Kerb und bei Klassentreffen und zu privaten Angelegenheiten, bei denen die Habitzheimer Geschichte den Besuchern nahegebracht werde. Marie-Luise Drabke wies auch auf die Veröffentlichungen des Häzemer Dorf- und Kulturvereins hin wie unter anderem die drei Bände „Habitzheimer Geschichten“. Sie erinnerte ferner auch an die aktive Mithilfe und Beratung des Vereins beim Erstellen der Chronik zur 750-Jahrfeier, die Installation von blauen Tafeln an den denkmalgeschützten Gebäuden, die Restaurierung des Gasthausschildes „Zum goldenen Engel“ sowie an die Ausgrabung und Aufstellung von alten Grabsteinen. Erwähnenswert fand sie als besondere und jährlich wiederkehrende Ereignisse für die Bevölkerung den Rundgang am Beginn der Kerb, die Kerbumzüge mit ihren Themen, die Mundartabende am Kerbmontag, die Wanderung zwischen den Jahren, das Brotbacken in der Tannenmühle und die Ausflüge in Museen und zu historischen Stätten, ebenso die Malwettbewerbe in Schule und Kindergarten.

Zum Schluss ihrer Festansprache zeigte sich Marie-Luise Drabke mehr als beeindruckt über die Vielfalt der Aktivitäten des Häzemer Dorf- und Kulturvereins. Nach wie vor sei man reich an Ideen, viele Projekte würden angedacht oder sich bereits in Arbeit befinden. Die Aktiven hätten bei ihren vielfältigen Tätigkeiten natürlich nichts gegen die Mitarbeit durch tatkräftige junge Leute, gegebenenfalls durch Unterstützung bei einzelnen Arbeiten oder Mitarbeit an einzelnen Projekten. „Der ‚harte Kern‘ ist über zehn Jahre zusammengeblieben und hat für seine Arbeit viel Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren. Der Häzemer Dorf- und Kulturverein hat sich um Habitzheim verdient gemacht“, sagte Marie-Luise Drabke unter dem Applaus der Gäste abschließend.

Das weitere Programm

Zu Beginn der Zehnjahresfeier hatte der 1. Vorsitzende des Häzemer Dorf- und Kulturvereins, Dieter Lehmer, die große Gästeschar begrüßt und der katholischen Kirchengemeinde Habitzheim für die Bereitstellung ihrer Räume für diese Feier gedankt. Er hieß besonders als Ehrengäste Bürgermeister Matthias Weber, die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Habitzheim klitzeklein & gernegroß, Sabine Stark, Ortsvorsteher Uwe Mauß und Ex-Bürgermeister Karl Ohlemüller, der bei der Vereinsgründung Ortsoberhaupt von Otzberg war und auch Gründungsmitglied ist, willkommen. Anschließend erfolgte durch Dieter Lehmer die Preisverleihung für den Malwettbewerb unter dem Motto „Was gefällt dir an Habitzheim?“, zu dem der Verein aufgerufen hatte. Der Vorsitzende sprach der Jury mit Heike Renkel, Sabine Adam und Sabrina Eichhorn seinen Dank für die Bewertung der Bilder aus und vergaß in seinen Dankesworten auch nicht die Sparkasse Dieburg und die Volksbank Odenwald für die finanzielle Unterstützung. Preisträger bei diesem Malwettbewerb waren vom Kindergarten Isabella Kolb, Marlene Zimmermann und Enya Aschmann, von der 1. Klasse Mia Schäfer und Leyla Frank sowie Kim Schwaab und Neele Fehr, von der 2. Klasse Valentin Sperling, Yannick Lode sowie Elaina Holota und Leila Spira, von der 4. Klasse Sophia Rödelsperger und Nasko Reichert sowie Johanna Röwenstrunk und von der 5. bis 10. Klasse Eva Juhrig und Zoe Seeger.

Im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Habitzheim gratulierte sodann Heidi Domack zum Jubiläum mit Überreichung eines Präsents. Seitens der Gemeinde Otzberg sprach Bürgermeister Matthias Weber seine Glückwünsche aus und ging dabei auf die rund siebzig Vereine in Otzberg ein, die Nachwuchsprobleme bei der Jugend hätten. Der Häzemer Dorf- und Kulturverein habe allerdings mit seinem Kinder-Malwettbewerb alles richtig gemacht und damit die Jugend mit einbezogen. Er lobte die interessante Vereinsarbeit, denn der Häzemer Dorf- und Kulturverein bemühe sich, dass der „alte Kram“ nicht in Vergessenheit gerate. Viele Projekte seien hinsichtlich Geschichte und Tradition durchgeführt worden, und immer wieder gebe es neue Ideen. So würden die Erzählabende des Häzemer Dorf- und Kulturvereins begeistert aufgenommen, rief der Bürgermeister in Erinnerung, der bei der Übergabe eines Präsents dem Verein alles Gute für die nächsten fünfzig Jahre und möglichst viele Ideengeber sowie Macher wünschte, die „den Pflug ziehen und eine gerade Furche zackern“.

Ein Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt von Marlene Schwarz aus Brensbach, der als Herta Wacker ein origineller Mix aus Kabarett, Comedy und Klamauk gelingt – ausgestattet mit Hut, Dauerwellenperücke und mit ihrer dicken Hornbrille. Sie berichtete über Gemeinsamkeiten von Brensbach und Habitzheim und lobte die Homepage des Häzemer Dorf- und Kulturvereins, die besser sei als diejenige der Gemeinde Brensbach. In lustiger Art und Weise erzählte sie von den Vereinsaktivitäten und meinte, dass sie den Vorsitzenden Dieter Lehmer noch nie habe hochdeutsch sprechen hören, deswegen sei der Häzemer Dorf- und Kulturverein gegründet worden. Herta Wacker gelang es, einen vergnüglichen Beitrag zur Zehnjahresfeier zu leisten und bekam hierfür den wohlverdienten Beifall. Zum Schluss des offiziellen Teils dankte Dieter Lehmer allen Gästen für ihren Besuch, den Helferinnen und Helfern für die Unterstützung und vor allem Josef Leo Jakob, der eine Foto-Präsentation über die Tätigkeiten des Vereins für die Zehnjahresfeier zusammengestellt hatte. Bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee waren die Gäste noch in gemütlicher Runde zum Ausklang dieser Feier zusammen.

10 Jahre Häzemer Dorf- und Kulturverein 2008 e.V.

(gk) Der Häzemer Dorf- und Kulturverein lädt am Sonntag, dem 18.11.2018, zu einer Veranstaltung anlässlich seines 10-jährigen Bestehens ein.

Die Feier startet um 14.00 Uhr im katholischen Pfarrheim in Habitzheim.

Um 14.30 Uhr erfolgt die Prämierung zum Malwettbewerb „Was gefällt dir an Habitzheim?“, zu dem der Verein aufgerufen hatte. Dabei werden auch Spenden an die Hasselbachschule und an den Evangelischen Kindergarten überreicht.
Gegen 15.00 Uhr wird die ehemalige Leiterin für Dorf- und Regionalentwicklung des Landratsamtes Darmstadt-Dieburg, Marie Luise Drabke, in einem Vortrag die vergangenen zehn Jahre des Vereins Revue passieren lassen. Gratulantenvorträge werden sich anschließen.

Marlene Schwarz alias Herta Wacker präsentiert den Verein in ihrer ganz persönlichen Art dann um 16.30 Uhr.
Zudem können die Gäste sowohl eine Foto-Präsentation über die Aktivitäten des Vereins von Josef Leo Jakob als auch einige Arbeiten des Malwettbewerbs betrachten. Selbstgebackener Kuchen und Kaffee runden den Nachmittag kulinarisch ab. Die Veranstaltung wird gegen 18.00 Uhr enden.
Der Verein freut sich über viele Gäste.

 

 

Wer kennt de Unnerschied zwische Oos und Schinnoos?

(gk) Diese und andere Fragen wurden beim gut besuchten Erzählabend des Häzemer Dorf- und Kulturvereins geklärt. Zur Einleitung des Abends stellte Heinrich Eichhorn nochmals die aus den zuvor stattgefundenen Treffen erstellte Liste der Häzemer Ausdrigg vor. Alphabethisch ging es von der Abe-Migge über Doppsch und Dunnerkeil, von Hinkelsbie über Klumbe und Kläisbrie, vom Mumbel über Labbeduddel und Schluri bis hin zum Weljerholz. Die linke Spalte wurde mit Mundartbegriffen gefüllt, die rechte mit der Übersetzung in das Hochdeutsche.
Ruth Juhrig, die an diesem Abend die Schriftführung der Liste am PC übernommen hatte, hatte alle Hände und Ohren voll zu tun, die vielen Anregungen der Gäste aufzunehmen. „Schreib des mit zwaa ‚b‘!“ „Sou schwätzt mer’s äwwer aach.“ „Wou häbbt ehr donn de Woaeraodsnouel? Der fehlt aach noch.“ So ging es den gesamten Abend. Es wurde dabei heftig diskutiert, wie man ein Wort in Mundart schreibt oder auch ausspricht. Das war schon Mundart für Fortgeschrittene! Auch das Füllen der rechten zugehörigen Spalte mit den passenden Hochdeutschausdrücken war nicht immer einfach. Die Meinungen gingen dazu öfters auseinander. Es kamen Themen wie die Emanzipation dabei zur Sprache, wenn es beispielsweise um die Kanallje ging. Wird dieser Begriff nur dem weiblichen Geschlecht zugeordnet oder gibt es auch männliche Kanalljen? Nach heftiger Diskussion verwendete man dann doch allgemein „Person“, und alle waren damit zufrieden. Selbst Verwandtschaftsverhältnisse wurden diskutiert. Da ging es um Verrer und Wäse, um Onkel und Base und andere Verwandte. Beim Oos und beim Schinnoos entschied man sich dann für halbböse und freche, böse Frau. Diese Entscheidung fiel schnell.
Für viel Gelächter sorgten die Mundartbegriffe aus dem Tierreich: Emmeze, Mollwert oder auch Abe-Migge. „Mit wieviel ‚k‘ schreibt man Schoggelgaul?“ „Mit zwei ‚g‘!“ Da blieb kein Auge trocken.
Begriffe aus der Natur waren mit Brombel, Konnstrauwe, Ärbel, Wasserlatsche oder auch den Paonsee (wie schreibt sich denn das nur in Mundart?) vertreten.
Nach und nach wurde die Liste um viele Ausdrücke aus der Häzemer Mundartwelt ergänzt. Die angekündigten Redensarten wurden aus Zeitgründen auf einen anderen Abend vertagt.
„Ein gelungenes Event“, so Dieter Lehmer bei der Verabschiedung der Gäste. Dabei wies er auch schon auf die nächste Veranstaltung des Vereins hin: „Am 18.11.2018 findet eine kleine Feierstunde zum 10-jährigen des Häzemer Dorf- und Kulturvereins statt. Dabei werden zwei Festrednerinnen auftreten, die Prämierung des Malwettbewerbs wird stattfinden und selbstverständlich gibt es auch wieder Kaffee und Kuchen zur Stärkung.“ Termin vormerken!

Verzäihl emol ebbes: Häzemer Ausdrigg un Gebabbel, Teil 2

(gk) Das Thema „Habitzheimer Ausdrücke und Redensarten aus dem alltäglichen Leben“ hat beim letzten Mal eine so gute Resonanz erhalten, dass der Häzemer Dorf- und Kulturverein das Thema bei seinem nächsten Erzählabend gerne nochmals aufgreift.
Viele Gäste und andere Interessierte haben dem Verein weitere Ausdrücke und Redensarten mitgeteilt, so dass Heinrich Eichhorn die vorhandene Liste um vieles ergänzen konnte.
Wer Spaß an Redensarten wie „Wie schunn emol nit heit wor, häb ich aach Brot houle misse“ oder an Ausdrücke wie „de Waasem“ hat oder auch noch weitere liefern kann, der sollte diesen Abend nicht verpassen.
Er findet am Montag, 15. Oktober 2018, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim statt.

Kerb beim Häzemer Dorf- und Kulturverein

Historischer Dorfrundgang an der Häzemer Kerb
(gk) Der Häzemer Dorf- und Kulturverein lädt auch in diesem Jahr wieder zu seinem historischen Dorfrundgang ein. Er findet am Freitag, 07.09.2018, um 18.00 Uhr statt.
Vorstandsmitglied Heinrich Eichhorn übernimmt traditionell wieder die Führung und startet dazu am Treffpunkt „Freier Platz“.
Wie gewohnt werden verschiedene Anlaufpunkte sowohl im Ort selbst als auch in seiner zugehörigen Gemarkung angesteuert, um die komplette Geschichte des Ortes erzählen zu können.
Der Verlauf des diesjährigen Rundgangs wird vom Alten Weg aus über Sportplatz, Heuweg und Dorfmühle in Richtung Groß-Umstadt führen. Über die Falltorgasse geht es dann wieder zurück zum Freien Platz. Die Teilnehmer werden viele interessante Dorfgeschichten hören. Dabei erhalten sie auch Informationen über die alte Wasserleitung von Habitzheim.
Für die Stärkung danach ist dann im Festzelt reichlich gesorgt.
Die Tour ist sowohl für Einheimische als auch für Neubürger sehr empfehlenswert.

Teilnahme am Umzug
(gk) Der Verein nimmt auch in diesem Jahr wieder am Umzug der Kerb teil. Das Motto ist dieses Mal das 10-jährige Jubiläum des Vereins. Es wäre schön, wenn sich anlässlich des Jubiläums eine große Gruppe einfinden würde. Der Treffpunkt zur Aufstellung ist am Sonntag, 09.09.2018, um 13.30 Uhr in der Ringstraße.

Mundartabend beim Kulturverein
(gk,kl) Erinnern Sie sich noch an die Kerb aus dem Jahr 2013, als ein junger Mann, Klaus Lohr vom Duo „Bees Denäwe“, mit seiner Musik das Kerbzelt auf dem Sportplatz zum Beben brachte? Wenn ja, dann wissen Sie bereits, was am Mundartabend der diesjährigen Kerb auf die Gäste zukommt. Wenn nein, dann sollten Sie unbedingt den Abend besuchen, zumal dieses Mal beide Künstler von „Bees Denäwe“ auftreten werden.
Der Häzemer Dorf- und Kulturvereins lädt dazu für Montag, den 10.09.2018, ab 19.00 Uhr ein.
Zur Stärkung werden Würstchen, Kochkäsbrot oder Spundekäs angeboten.
„Bees denäwe“ bietet an diesem Abend Hessisch Kokolores & Musik Comedy – ein Auftritt ohne Strom, ohne elektronische Verstärkung und ohne Hochdeutsch.
Das Duo ist darauf spezialisiert, in einem Parforceritt durch Musikstile und aberwitzige Themen den täglichen Wahnsinn mit allen Mitteln aufzuarbeiten. Die beiden Mundartmusiker aus dem Ried, Klaus Lohr und Franz Offenbecher, machen dabei vor keiner noch so banalen Begebenheit halt, rücken alle geraden Dinge schief, geben Antworten auf Fragen, die keiner stellt, und sind sich zu keinem Blödsinn zu schade. Dabei bleiben sie stets heimatverbunden und pflegen ausgiebig die südhessische Mundart.
Wer gerne lacht, ist hier genau richtig. Wie in den Jahren zuvor ist der Eintritt am Mundartabend frei. Der Musikerhut, der herumgereicht wird, darf aber gerne für Spenden genutzt werden.

Den Kräutern hinterher

(gk) Wo sind die Kräuterfrauen und die, die es werden wollen?
Der Häzemer Dorf- und Kulturverein lädt für den 14. August 2018 wieder zu seinem beliebten Kräutersammeln ein. Die Teilnehmer treffen sich dazu um 18.00 Uhr in der Falltorgasse an der Scheune von Familie Seeger (gegenüber Familie Lehmer).
Unter fachkundiger Führung geht es durch Flure und Wiesen, um allerlei Kräuter für die sogenannte Würzborre zu finden. Für das Zusammenstellen des Kräuterstraußes sind mitgebrachte Messer oder eine Schere hilfreich.
Nach dem Spaziergang ist ein Abschluss im „K2“ vorgesehen. Viel Spaß beim Sammeln und Wissensaustausch!

Unterwegs in Babenhausen

(gk) Wer Babenhausen bisher vom Vorbeifahren nur als Kasernenstadt kannte, bekam beim Ausflug des Häzemer Dorf- und Kulturvereins ein ganz anderes Bild der Stadt geboten.

Die Gruppe startete mit einer Führung von Stadtarchivleiter und Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins Babenhausen e.V. Georg Wittenberger im Territorialmuseum.

Er begrüßte die Teilnehmer im Versammlungsraum des Museums und ging kurz auf die Entstehung des Museums ein, das am 30. März 2014 eröffnet wurde. Dank der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung durch den örtlichen Bauunternehmer Dipl.-Ing. Dieter Aumann, in die er das von ihm erworbene, 1555 erbaute, ehemalige Amtshaus der Gaylinge von Altheim überführte, entstand das Zuhause für das neue Territorialmuseum. Der renovierte Herrenhof bietet auf 300 m² eine hervorragende Kulisse für die Darstellung der Geschichte Babenhausens und kann sowohl den Hessischen Denkmalschutzpreis 2014 als auch den Deutschen Fachwerkpreis 2015 zu seinen Auszeichnungen zählen. Das würde bestimmt auch die Familie der Freiherren Gayling von Altheim erfreuen. Ihr Name taucht bereits ab dem 11. Jahrhundert, beispielsweise als Ritter, Lehnsnehmer oder Amtmänner, in zahlreichen Urkunden auf. Sie dienten den Grafen von Hanau-Lichtenberg in den Regionen von Babenhausen und Bouxwiller (Elsass). Der Blaue Raum des Museums, in dem die Gruppe die Führung durch die einzelnen Räume startete, ist den Exponaten dieser Adelsfamilie gewidmet und enthält auch als besonderes Schmuckstück das Original-Säulenkapitell des Babenhäuser Schlosses aus dem Jahr 1189.

„Die Redensart ‚Durch die Lappen gehen‘ wird anhand der Gaylingschen Jagdlappen mit gräflichem Wappen auf der Vorderseite und einem Schwarzen auf der Rückseite deutlich“, erklärte Georg Wittenberger. „Trotz des Schwarzen, dessen Hintergrund die Angst vor den Türken abbildet, gingen die Tiere, die vor dieser Abbildung keine Angst hatten, bei der Jagd ‚durch die Lappen‘.“
Nach dem Blauen Raum folgten der Hellrote und der Dunkelgrüne Raum mit Hinweisen auf die Verbindung von Bouxwiller (Buchsweiler) und Babenhausen und den jeweiligen Schlossbewohnern sowie Einblicke in die Vor- und Frühgeschichte und Stadt/Land im Mittelalter. Ausstellungsstücke zur Hexenverfolgung, zu Räuberbanden wie der des Hölzerlips, zu Babenhausen als Garnisonstadt und viele mehr zogen an den Museumsgästen vorbei.

Themen zur Kirchengeschichte und dem Dreißigjährigen Krieg folgten im Weinroten Raum. „Da ist ja eine alte Kirchturmuhr“, so ein Teilnehmer begeistert. Und wirklich, das Exponat ist die Harreshausener Kirchturmuhr und gerade in Zeiten der Smartphones wieder auffällig.

„Wussten Sie, dass Babenhausen Ausgangs- und Endpunkt der Kunststoffstraße des Kreises Darmstadt-Dieburg ist?“, fragte Georg Witterberger stolz seine Zuhörer. Das kommt nicht von ungefähr: Babenhausen passt mit der Cellba (Celluloid Babenhausen), der von Heinrich Schöberl gegründeten Fabrik, die hauptsächlich Puppen, aber auch Schwimmtiere und Rasseln aus Zelluloid herstellte, wunderbar in diesen Themenbereich. In der Zeit von 1924 bis 1966 zählte Cellba zu den größten Arbeitgebern der Stadt. „Vor allem Frauen produzierten die Puppenteile mit dem Markenzeichen der Nixe auf dem Rücken in Heimarbeit“, so Georg Wittenberg. Neben Babenhausen gehören auch Groß-Umstadt mit der Firma Resopal und noch weitere sieben Stationen zur Kunststoffstraße. An allen Stationen werden Informationen rund um die Kunststoffherstellung bzw. -verarbeitung gezeigt.

Zum Abschluss der Führung begab sich die Gruppe in das Souterrain des Museums, zur Darstellung der Vor- und Frühgeschichte. Georg Wittenberg wies hier insbesondere auf die damaligen Techniken zur Dämmung hin, einer Energiesparwand aus der Bronzezeit, und entließ seine Zuhörer mit einem Ausflugstipp zu dem nah gelegenen Hügelgrab im Wald von Harreshausen. Einen Vorgeschmack darauf konnte die Gruppe sich in dem kurzen Film holen, den man gemeinsam an der entsprechenden Station – einer der vielen vorhandenen Film- und Hörstationen – anschaute. Nicht zuletzt diese Stationen, die zu einem erneuten Besuch einladen, begeisterten die Teilnehmer. „Kein Wunder, dass dieses Museum bereits zwei anerkannte Preise bekommen hat. Hier stimmt das Gesamtpaket aus Ambiente, Konzept, Umsetzung und Führung wunderbar“, so Gabriele Kaufmann.

Und noch ein Tipp kam von Georg Wittenberg: „Besuchen Sie einmal das „Hanauerland“ im Elsass, um die Spuren der Gayling zu sehen.“

Nach dieser rundum gelungenen Museumsführung mit einem leidenschaftlichen Vortragenden und vielem neuen, interessanten Wissen konnten die Kulturfreunde ihr Mittagessen doppelt genießen.

Als sehr gute Ergänzung des Museumsbesuchs stellte sich die um 15.00 Uhr folgende Stadtführung heraus, die von Ine Reichart vom Heimat- und Geschichtsverein Babenhausen e.V. durchgeführt wurde. Sie startete ihre Führung mit einer kleinen Geschichtseinführung zur Stadtwerdung Babenhausen. Noch vor Darmstadt erhielt Babenhausen am 28. März 1295 von König Adolf von Nassau das Stadtrecht und damit verbunden das Marktrecht. Die dabei zu erfüllende Pflicht hinsichtlich Befestigungsanlagen erfüllte Babenhausen neben seiner bereits vorhandenen Burg – erbaut Ende des 12. Jahrhunderts – dann mit seiner Stadtmauer und sechs Türmen, von denen heute nur noch zwei erhalten sind. „Die Burg bzw. das Schloss ist leider aktuell nicht zugänglich, da Bauarbeiten stattfinden“, bedauert Ine Reichart. Nachdem es Kuno I. von Münzenberg erbaute, ging es später nach Erbfolge an den Grafen von Hanau-Lichtenberg. Danach gab es durch Kriegswirren und andere Umstände mehrere Besitzerwechsel mit An- und Umbauten, bis es schließlich privat verkauft wurde und nun zu einem Hotel umgebaut werden soll. Größere Bauarbeiten sind auch bei den ehemaligen Kasernen von Babenhausen in Gange. Nachdem in den Jahren 1951 bis 2007 amerikanische Soldaten in Babenhausen lebten, sollen hier nun neue Wohnungen entstehen.

Die Gruppe lief weiter zum Hexenturm, der im Mittelalter als Gefängnis diente. Hier berichtete Ine Reichart von den damals stattfindenden Hexenprozessen, von Folterungen und Hinrichtungen. Direkt neben dem Turm wies sie auf das älteste Haus Babenhausens aus dem Jahr 1442 hin, das liebevoll restauriert wurde. Überhaupt sind die Teilnehmer überrascht, wie viele schöne Fachwerkhäuser die daher auch so genannte Fachwerkstadt Babenhausen besitzt: Schlossmühle, Burgmannenhaus, evangelisches Gemeindehaus, Patrizierhäuser, Alte Apotheke und viele mehr. Ine Reichart ging dabei sehr detailliert auf die verschiedenen Fachwerkformen ein. Die Teilnehmer konnten anhand von mehreren zugeschnittenen Holzteilen die Verzahnungstechnik selbst ausprobieren. Den Abschluss der Führung bildete der Marktplatz mit der evangelischen Kirche St. Nikolaus – Ersterwähnung im Jahr 1262 –, die im Laufe der Zeite mehrmals umgebaut wurde. Nachdem das Äußere der mittelalterlichen Kirche recht schlicht anmutet, überraschte die Besucher der Schmuck im Inneren der Kirche. „Das hätte ich nicht erwartet“, kam es von mehreren Seiten. So fiel den Betrachtern zunächst der wunderschöne aus Lindenholz geschnitzte Flügel- bzw. Reliquienaltar aus dem zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts ins Auge, von dem der Künstler leider nicht bekannt ist. Ebenfalls sehr sehenswert sind die Wandmalereien aus unterschiedlichen Epochen, wobei die ältesten aus den Jahren vor 1400 stammen. Ine Reichart erläuterte noch die weiteren Ausstattungsgegenstände und verwies dabei auch auf die vorhandene Gruft unter dem Chor hin, in der 16 Angehörige des Hauses Hanau-Lichtenberg begraben sein sollen. Diese Kirche war ein wahrhaft würdiger Abschluss der interessanten Führung.

„Ich wusste gar nicht, dass Babenhausen so viel zu bieten hat“, so eine Teilnehmerin auf dem gemeinsamen Weg zu den parkenden Autos, um die Heimfahrt anzutreten. „Wir werden hier gewiss auch einmal mit Gästen herkommen.“

Neue Informationen für die Teilnehmer des Ausflugs nach Babenhausen

(gk) Für den Ausflug des Häzemer Dorf- und Kulturvereins am Sonntag, den 15.07.2018, nach Babenhausen gibt es krankheitsbedingt eine Änderung im Programmablauf.
Der Besuch des Museums findet nun am Morgen statt, und die Besichtigung der Altstadt am Nachmittag. Das Territorialmuseum in der Amtsgasse 32 ist daher für die Teilnehmer, die direkt nach Babenhausen kommen möchten, der Treffpunkt um 10.00 Uhr.
Für alle anderen, die in Fahrgemeinschaften nach Babenhausen fahren möchten, gilt nach wie vor die Abfahrt um 9.15 Uhr am Freien Platz in Habitzheim.
Nach dem Museumsbesuch geht es dann zum gemeinsamen Mittagessen in das Restaurant „Toscana“ und danach zur Führung durch die historische Altstadt.
Die Rückfahrt ist gegen 17.00 Uhr. Die Kosten belaufen sich auf ca. 8,00 €, abhängig von der Teilnehmerzahl.

Wir sind dann mal weg – im historischen Babenhausen

(gk) Der Häzemer Dorf- und Kulturvereins lädt für Sonntag, den 15.07.2018, zu einem Ausflug in das nahe Babenhausen ein. Die Teilnehmer treffen sich zur Abfahrt um 9.15 Uhr am Freien Platz, um in Fahrgemeinschaften nach Babenhausen zu fahren. Wer mit der Bahn von Groß-Umstadt nach Babenhausen fahren möchte, findet nachfolgend die Verbindung angegeben: Hinfahrt ab Bahnhof Groß-Umstadt um 9.44 Uhr, Rückfahrt ab Bahnhof Babenhausen, beispielsweise um 17.01 Uhr oder 17.26 Uhr.
Die Teilnehmer nehmen zunächst an einer interessanten Stadtführung – beginnend um 10.00 Uhr auf dem Marktplatz von Babenhausen – durch die historische Altstadt teil. Den Abschluss bildet dabei die Besichtigung der Stadtkirche.
Danach ist ein gemeinsames Mittagessen in einem Babenhausener Lokal vorgesehen. Mittags steht dann gegen 14.30 Uhr der Besuch des Territorialmuseums (inklusive Führung) an. Die Rückfahrt ist gegen 17.00 Uhr. Die Kosten belaufen sich auf ca. 8,00 €, abhängig von der Teilnehmerzahl.
Der Verein bittet um Anmeldung bis zum 01.07.2018 bei Dieter Lehmer (0176 61462399), bei Gabriele Kaufmann (06162 72727) oder per E-Mail an hduk_kaufmann@phgk.de.
Es wird mit Sicherheit ein informativer und unterhaltsamer Tag. Seien Sie dabei!