Aus der Geschichte der Gaststätte „Deutsches Haus“ in Habitzheim

Gründung durch die Familie Kopp im Jahre 1898 Langgasse 10

(lng) Bei seiner Forschungsarbeit über die vielen Gaststätten im Otzberger Ortsteil Habitzheim (es waren mindestens 14 über die Jahrhunderte), von denen es heute leider nur noch eine gibt, ist Ortshistoriker Heinrich Eichhorn auch auf die Geschichte der Gaststätte „Deutsches Haus“ in der Langgasse 10 gestoßen, die im Jahre 1898 gegründet und im Jahre 1901 mit Errichtung eines Saales aufgestockt wurde.

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Geschichte des Gasthauses „Zum goldenen Engel“

(lng) Nach einigen interessanten Beiträgen zur Ortsgeschichte widmet sich Heinrich Eichhorn nun den ehemaligen Gaststätten in seinem Heimatort. Als Erstes hat sich der Ortshistoriker mit dem Gasthaus „Zum goldenen Engel“ beschäftigt und erfuhr bei seinen Recherchen, dass es sich hier ausschließlich um die Habitzheimer Familie Büchler handelt, heute Schlossgasse 1, die erstmals in Verbindung mit einem Johann Valentin Büchler, getauft im Jahr 1661 in Brensbach, erwähnt wird. Er war Bäckermeister und heiratete 1685 seine erste Ehefrau Anna Margaretha, die bereits 1685 verstarb. Die zweite Ehe wurde am 1. September 1685 mit Maria Rapp in Habitzheim geschlossen. Sie hatten fünf Kinder, und der zweite Sohn, Johannes, geboren 1686, führte die Bäckerei weiter und war verheiratet mit Anna Sauer aus Georgenhausen. Zur Familie gehörten sieben Kinder. Sohn Johann Henrich 1720 geboren, das fünfte Kind, wurde Gerichtsschöffe, Kastenmeister, Kirchenältester und Bäckermeister, der die Bäckerei übernahm und mit seiner Ehefrau Catharina Elisabetha Lämmermann aus Habitzheim acht Kinder hatte. Das dritte Kind, der 1755 geborene Sohn Johannes, betätigte sich ebenfalls als Bäckermeister, zudem als Gemeinsmann und Gerichtsschöffe und wird in dem „Familienbuch Habitzheim“ als erster Wirt des Gasthauses „Zum goldenen Engel“ genannt.

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Zur früheren Sicherstellung der Wasserversorgung für Mensch und Vieh

Einst gab es in Habitzheim zehn öffentliche Brunnen bis zur Inbetriebnahme der Wasserleitung 1955

(lng) Ohne trinkbares Wasser, das wichtigste Lebensmittel seit Menschengedenken, gebe es kein Leben auf der Erde. „Demzufolge ließen sich unsere Ahnen dort, wo es dieses Gut gab, nieder“, sagt Habitzheims Ortshistoriker Heinrich Eichhorn, der sich schon längere Zeit mit der Wasserversorgung befasst. Auch umherziehende, in alter Zeit nicht sesshafte Nomadenstämme hätten ihre Lager an Flüssen, Bächen und Seen aufgeschlagen, um auf das kostbare Nass nicht zu verzichten. Und genau dort seien auch die ersten Siedlungen entstanden.

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Per Hand gebohrt

Mühselige Arbeit bei der Herstellung einer Holzröhrenleitung
Weitere Nachforschungen des Habitzheimer Ortshistorikers Heinrich Eichhorn zur Wasserversorgung in früheren Zeiten

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Die vermutlich erste Wasserleitung in Habitzheim

Hier ist die Leitung im Bachbett zu sehen

(lng) Im Jahr 1859, als der Sommer gerade so heiß und trocken war, wie der des Jahres 2018, hatten die Bewohner von Habitzheim mit Wassermangel zu tun. Allen voran das Hofgut, dessen Brunnen nicht mehr genügend Wasser für die Haushaltung, die Viehhaltung und, wie in einem der ersten Briefe zu dem Thema vom Pächter an die Verwaltung der Güter von Löwenstein geschrieben steht, zum Bierbrauen.

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Wanderrouten durch eine sanfte Hügellandschaft

Häzemer Dorf- und Kulturverein will Wege ausweisen

(lng) Als der Otzberger Ortsteil Habitzheim 2006 in das hessische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde, bedeutete dies den Beginn einer beispielhaften Entwicklung. Damit verbunden war die Erforschung der Ortsgeschichte durch die Bildung einer Arbeitsgruppe, die schließlich 2008 zur Gründung des Häzemer Dorf- und Kulturvereins führte. Seine Ziele sind in erster Linie die Förderung der Kultur und Dorfgemeinschaft sowie die Aufarbeitung der Ortsgeschichte. Zudem wurde 2006 eine Arbeitsgemeinschaft „Grün“ ins Leben gerufen, die sich im Zuge der Dorferneuerung mit der Ausweisung von Wanderwegen rund um Habitzheim befasste.

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Ende des zweiten Weltkrieges in Habitzheim

Heutiger Otzberger Ortsteil blieb vor größeren Schäden verschont

(lng) In der kleinen Gemeinde Habitzheim blieb man bis auf Schreckensmeldungen und Nachrichten von gefallenen Soldaten verschont. Erste Bestürzung kam auf, als man nach dem 11. September 1944 erfuhr, dass eine Frau aus dem Ort bei dem Bombenangriff auf Darmstadt ums Leben kam, die dort im Krankenhaus war.

Die nächste direkte Berührung gab es am 23. Februar, als zwei Bomben auf Habitzheim fielen. Die eine traf das Schulhaus und hat es schwer beschädigt, die andere fiel in einen Garten in der Schulstraße, schildert Heinrich Eichhorn die Geschehnisse am Ende des 2. Weltkrieges in diesem heutigen Otzberger Ortsteil mit Hilfe einer kurzen Zusammenfassung von Zeitzeugenberichten, die der Häzemer Dorf- und Kulturverein, dem er als Vorstandsmitglied angehört, seit Bestehen gesammelt und die Eichhorn auch niedergeschrieben hat. Einige Brandbomben seien auch in der Krötengasse gefallen, hätten aber keinen großen Schaden angerichtet.

Dann sei der 25. März 1945 gekommen, der Palmsonntag. Laut Zeitzeugen, von denen einige nicht mehr leben würden, war schon in der Nacht von Samstag auf Sonntag viel Betrieb im Ort. Durchziehende deutsche Soldaten, die teilweise auch Unterkunft suchten, wurden bemerkt. Auch Leute vom Volkssturm waren dabei. Sonntags war wie meist um 8.30 Uhr Gottesdienst in der katholischen Kirche. Als man Schüsse von Tieffliegern hörte, hat der Pfarrer den Gottesdienst abgebrochen und die Besucher nach Hause geschickt. Aufgestellte Geschütze mit deutscher Besatzung sind abgerückt und wurden außerhalb vom Ort abgestellt, hat Heimatforscher Heinrich Eichhorn seitens der Zeitzeugen weiter erfahren. So kann er berichten, dass die amerikanischen Panzer von Spachbrücken kamen und in die damalige Burggasse einfuhren. Einer der ersten Panzer bog in die Semder Straße ein und beschädigte den dort stehenden Brunnen. Das offene Loch verfüllten die Soldaten mit „Scheitholz“, das sie von dem Gartengelände gegenüber wegnahmen. Zu dem Zeitpunkt als der erste Panzer in der Burggasse Einblick in die Ortsmitte hatte, war der katholische Küster, der taub war, unterwegs zu seinem Bruder, der in der Burggasse wohnte. Auf ihn und auf einen deutschen Soldaten eröffneten die Amerikaner das Feuer, und beide wurden getötet. Wie in den Zeitzeugenberichten Heimatforscher Eichhorn ferner nachlesen konnte, gab es beim weiteren Vorrücken ein Feuergefecht mit einem weiteren Soldaten, der sich im Bereich der beiden Kirchen aufhielt und schwer verwundet wurde. Er verstarb später im Lazarett in Groß-Umstadt. Nachdem die Panzer um die evangelische Kirche gefahren waren und in die Langgasse einsehen konnten, wechselte ein deutscher Soldat die Straßenseite. Auch auf ihn wurde geschossen, und er wurde so schwer verwundet, dass er gleich danach verstarb. Somit wurde trotz dreier Menschenleben Habitzheim von größerem Schaden verschont. Alle drei Getöteten wurden nebeneinander auf dem Habitzheimer Friedhof beerdigt.

Nachdem Weltkriegsveteranen aus dem 1. Krieg mit den Geschützbesatzungen geredet hatten und sie um Abzug baten, gab es auch keinen Widerstand, weder militärisch noch von Seiten der Bevölkerung. Viele Amerikaner blieben dann einige Tage im Ort, und es wurde fast die Hälfte der Häuser evakuiert. So mussten die Leute bei Verwandten und Freunden unterkommen. Zeitweise waren dann bis zu 30 Personen in den verbliebenen Häusern untergebracht, so Eichhorn zu den Ereignissen zum Kriegsende in Habitzheim abschließend.

 

 

Schäi woar’s!

(gk) Den Mundartkünstler Pitt Dotterweich erwartete ein voll besetztes Zelt am Kerbmontag anlässlich des Mundartabends des Häzemer Dorf- und Kulturvereins.
Mit seinem Programm „Kumm isch haid nidd, kumm isch meuje“ traf der Interpret den Geschmack seines Publikums. Als „ausgewanderter Otzberger“ –  so wurde er vom Vorsitzenden Dieter Lehmer vorgestellt – erzählte er zu Beginn vom Erstaunen bei seinem ersten Schultag, als er merkte, dass es noch eine andere Sprache, nämlich Hochdeutsch, gab. Er kannte zuvor nur den schönen Ourewäller Dialekt. „Worschtsupp un Werschtchen wurden dem Lehrer damals mitgebracht“, so berichtete Pitt Dotterweich weiter vom Schulalltag. Mit Gedichten und Liedern im Wechsel erheiterte er sein Publikum, unter ihnen auch Fritz Ehmke von den Mundartfreunden Südhessen, der ebenfalls anwesend war, mit vielen Weisheiten. So auch die, dass der Ourewäller in der ganzen Welt bekannt sei, und „vunn Natur aus schäi“. Er sei auch etwas Besonderes, wunderbar vom lieben Gott gemacht.
Manche seiner Anekdoten ließ kein Auge trocken: „Städter wisse nit, wie Kartoffel aussäihe. Sie kame immer nur Sunndaogs in de Ourewaold“, so Pitt Dotterweich. Als ein Städter einmal Schweine auf der Wiese sah, fragte er den Bauern, wo diese denn überwintern würden. Der Ourewäller daraufhin ganz trocken: „Unser Sei iwwerwintern in Bichse un Gläser.“ Kulinarisch ging es dann mit dem Handkäs-Lied und dem Lied vom Getränkeunfall weiter. Medizinisch berichtete er dann, dass die Oma einmal Fieber in Höhe von Mirabellen hatte, da man nur das Thermometer des Einkochtopfes zum Messen zur Verfügung hatte. Bunt gemischt ging es mit verschwundenen Katzen, Intimfrisuren und Baustellenarbeiten weiter. Für alles hatte Pitt Dotterweich eine Geschichte oder ein Lied parat. Da es ihm „uff die Minut nidd oukimmt“, gab er gerne eine Zugabe. Mit dem lustigen Lied „Wer nie aon seift und nie aon schluckt, un nidd noch aonnern Weiwer guggd, mit dem stimmt was nidd“ beendete er sein Programm und hinterließ ein rundum zufriedenes Publikum. Hier hatte alles gestimmt.

 

Unterhaltsame Geschichtsstunde mit Heinrich Eichhorn

(gk) Der erste Vorsitzende des Dorf- und Kulturvereins Dieter Lehmer konnte beim historischen Dorfrundgangs anlässlich der Häzemer Kerb annähernd 100 Teilnehmer begrüßen. Man erkennt, dass das Interesse an der Dorfgeschichte sehr groß ist.
Gut darauf vorbereitet startete Heinrich Eichhorn – passend zur Kerb/Kirchweih – mit der Geschichte der beiden Habitzheimer Kirchen. „Bereits in einem Dokument aus dem Jahr 1307 wird eine Kapelle erwähnt“, so Heinrich Eichhorn. „Über das Aussehen und das Baumaterial ist leider keine Angabe vorhanden.“ Dass diese Kapelle 1348 dem Haus Bickenbach gehörte, findet sich in einem anderen Eintrag, der sich heute im Bronnbacher Archiv befindet. Als weiteres wichtiges Datum für die Habitzheimer Kirchengeschichte gilt der 19. September 1412. Hier erfährt man im Archiv dazu, dass die Kapelle dem Schenk zu Erbach gehörte und dem Heiligen Cyriakus geweiht wurde. Es liegen für die folgenden Jahre einige Angaben zu Schenkungen, Verkäufen, Testamenten und Kircheninventar vor. So wird beispielsweise ein Besitzwechsel im Jahr 1528 angezeigt: Schenk Valentin von Erbach verkaufte seine Hälfte für 9000 fl. an den Grafen Friedrich von Löwenstein. Die Grafen von Löwenstein wurden so Alleineigentümer von Burg und Lehen in Habitzheim.
„1542 wird die Reformation in Habitzheim eingeführt“, so Heinrich Eichhorn weiter. „Und 1622 überfiel Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt das Amt Umstadt und Otzberg, damit auch Habitzheim, und zog diese unter seine Herrschaft. 1632 gab es eine Beschwerde beim Kurfürsten, da in Habitzheim während des Krieges Tanz abgehalten wurde. Ob es sich hierbei um den Kerbtanz handelte, steht nicht dabei“, so Heinrich Eichhorn schmunzelnd.
1636 war die Kirche nach dem Durchzug der Schweden stark beschädigt. 1648 – nach dem Westfäischen Frieden – wurde der katholische Gottesdienst in der Schlosskapelle abgehalten, meist von Kapuzinerpatres aus Dieburg. Am 22. Juni 1728 wurde der Grundstein für eine neue Kirche gelegt, bereits 1729 erste Gottesdienste in ihrem Rohbau abgehalten, und am 17. September 1741 wurde sie als neue evangelisch-lutherische Kirche eingeweiht. „Damals vermutlich mit einem Zwiebelturm, wie auf einem alten Gemälde zu sehen ist“, ergänzte Heinrich Eichhorn die Geschichte.
Dass in Habitzheim schon früh Kirchweih gefeiert wurde, zeigt ein Eintrag aus dem Jahr 1780. Er beschreibt, dass ein Ortspolizist Streit zwischen Kerbbesuchern schlichten musste. Am 7. August 1783 schlug ein Blitz in den Kirchturm ein und richtete große Schäden an. Es kam zur Errichtung eines neuen Dachs. 1858 wurde im Burggraben eine katholische Kirche gebaut. Die Einrichtung wurde aus der Schlosskapelle übernommen. „Weiteres dazu biete ich gerne an einem Erzählabend an“, lud der Ortsgeschichtler ein.
Die Gruppe verließ damit das Kirchenensemble und ging weiter die Langgasse entlang. Den ersten Stopp markierte die Hasselbachbrücke. Der Hasselbach ist zwar aktuell ohne Wasser, hat aber dafür endlich wieder seinen amtlichen Namen Hasselbach. Das Wasser kommt bestimmt auch wieder.
„Früher war hier ein Wasserrad, das die Maschinen einer Schreinerei antrieb. Daher vermutlich auch der Hausname „Beschschreuner“, so der Vortrag weiter. Damals war hier auch die Post untergebracht, heute befindet sich eine Bäckerei dort. Gegenüber führte früher ein Fußweg zum jüdischen Gebetshaus, heute das Gelände der Familie Büchler, ehemals Gaststätte „Zum goldenen Engel“. Direkt in Nachbarschaft gab es noch bis 2014 das Gasthaus „Zur Brücke“, von den Häzemern meist liebevoll „Bedda“ genannt. Bedda war die damalige Hausherrin Elisabetha Pfuhl geb. Gumpinger aus Groß-Umstadt und Ehefrau des Peter Anton Pfuhl, genannt „Beschpejrer“, der außer Wirt noch Lebensmittelhändler, Landwirt und Maurer war.
So zog Heinrich Eichhorn mit seinem Gefolge die gesamte Langgasse entlang und präsentierte dabei die alten Hausnamen und die Berufe, die früher in den einzelnen Anwesen ausgeübt wurden. Er erläuterte die Hausnamen „Stumbe“, „Fohneschmied“, „Kawwer“, „Dörrebecker“, „Hennersrappe“, „Jäisch“, „Schuchmanns“, „Bäckerhennriche“, „Pejreantons“, „Hansfelder“ und viele mehr.

„Viele Häuser hatten damals noch breite Eingangstreppen, an manchen war ein Brunnen davor“, informierte Heinrich Eichhorn weiter. An Berufen fanden sich in der Langgasse unter anderen die folgenden: Bierbrauer, Schmiede, Wagner, Brenner, Landwirte, Spengler, Bader, Korbmacher und Schultheiße. So gab es beispielsweise Textilgeschäfte, Lebensmittelgeschäfte, Metzgereien, und Bäckereien, die damals die Langgasse belebten.
Die Gruppe legte noch zwei längere Stopps an der Schule und am Friedhof ein. Die Schule wurde 1577 als Adelshaus der Gans von Otzberg erbaut und diente später als fürstliches Rentamt. 1888 wurde sie nach Umbau zur evangelischen Schule und in den 60er-Jahren war die Bürgermeisterei von Habitzheim dort untergebracht. Heute stellt das Anwesen die Hasselbachschule dar.
Am Friedhof mit seinem Torbogen, auf dem die Jahreszahl 1603 steht, zeigte Heinrich Eichhorn den Teilnehmern die alten Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die im alten Geräteschuppen untergebracht sind. „Beim ältesten Grabstein aus dem Jahr 1611 handelt es sich um den der Catharina Buchmann, der Ehefrau des Valentin Buchmann. Dieser war damals Keller von Habitzheim“, berichtete der Ortskundler.
Nach seinen Ausführungen stand Heinrich Eichhorn noch für einige Fragen zur Verfügung, bevor die Gruppe wieder Richtung Festplatz zog, um die Kerb dort weiter zu feiern.

Kerb beim Häzemer Dorf- und Kulturverein

Historischer Dorfrundgang an der Häzemer Kerb

Historischer Dorfrundgang an der Häzemer Kerb

(gk) Der Häzemer Dorf- und Kulturverein lädt auch in diesem Jahr wieder zu seinem historischen Dorfrundgang ein. Er findet am Freitag, 06.09.2019, um 18.00 Uhr statt.
Vorstandsmitglied Heinrich Eichhorn übernimmt traditionell wieder die Führung und startet dazu am Treffpunkt „Freier Platz“.
Bezug nehmend auf die „Kirchweih“ wird er sich besonders der Habitzheimer Kirchengeschichte widmen. Der Rundgang startet am Hasselbach in Richtung Langgasse. Dort wird Heinrich Eichhorn Geschichten zu einzelnen Häusern präsentieren. Bei einem Stopp am Friedhof können die Teilnehmer im historischen Geräteschuppen alte Grabsteine aus dem 17. Und 18. Jahrhundert bestaunen. Fragen zur Ortsgeschichte werden wieder gerne beantwortet.
Der Rundgang bietet auch in diesem Jahr viele interessante Dorfgeschichten an. Daher stellt er sowohl für Einheimische als auch für Neubürger eine Bereicherung dar.
Für die Stärkung danach ist im Festzelt reichlich gesorgt.

Teilnahme am Umzug

(gk) Der Verein nimmt auch in diesem Jahr wieder am Umzug der Kerb teil. Er wird anhand von Plakaten auf seine Aktivitäten und seinen neuen Band der Häzemer Geschichten „Häzemer Ausdrigg und Werder“ hinweisen. Teilnehmer, gerne auch Nichtmitglieder, sind herzlich willkommen. Ein Kostüm oder sonstige Requisiten sind in diesem Jahr nicht erforderlich. Der Treffpunkt zur Aufstellung ist am Sonntag, 09.09.2018, um 13.30 Uhr in der Ringstraße.

Mundartabend beim Kulturverein „Kumm isch haid nidd, kumm isch meuje“

(pd,gk) Diese Mundart-Redewendung trifft für den Kerbmontag, 9. September, in Habitzheim nicht zu, denn Pitt Dotterweich hat sein Kommen für den Mundartabend des Häzemer Dorf- und Kulturvereins fest zugesagt.
Comedy und Entertainment sind heute über Smartphone rund um die Uhr verfügbar. Die Großen der Zunft füllen mit ihren auf Massentauglichkeit gestylten Programmen deutschlandweit die Hallen. Doch eines können sie nicht bieten: Lokalkolorit. Das können die Kleinkünstler vor Ort, die beste Unterhaltung in unverfälschter Mundart bieten, und sich dabei nicht immer ganz so ernst nehmen.
So wie der Ueberauer Pitt Dotterweich, der an diesem Abend sein 2018 erschienenes Buch kurz vorstellen wird. Des Weiteren gibt er in erheiternder Weise, versehen mit vielen heimischen Erlebnissen, dem „Odenwälderischen“ eine Stimme und ein Gesicht. Witzig, oft mit verstecktem Humor, aber auch bewusst mit ein wenig provozierenden Liedern, Gedichten und Texten, gestaltet er seine Beiträge. „Ich nehme mich selbst nicht immer ernst und kokettiere mit unserer Mundart“, beschreibt der Iwweroer sein Schaffen.
Der Mundartabend beginnt um 19.00 Uhr im Zelt auf dem Freien Platz in Habitzheim.
Der Eintritt ist frei. Eine Spende im Musikerhut wird dankbar angenommen.