„Habitzheimer Geschichte(n)“ Band 2, Verwehte Spuren?

Die 2. Broschüre „Habitzheimer Geschichte(n)“ Band 2, Verwehte Spuren? bietet eine bunte Palette von Zeugnissen ländlichen jüdischen Lebens der ehemaligen Mitbewohner Habitzheims seit ihrer ersten Erwähnung von 1604.
Sie stützt sich dabei auf Quellen baden-württembergischer und hessischer Archive.

Sie enthält  Auflistungen von Namen, Berufen und seinerzeitigen Hausnummern.

Ab 1775 finden sich Namen, Alter und Sterbedatum der auf dem jüdischen Friedhof in Dieburg beigesetzten jüdischen Habitzheimer bis zu dem  1945 dort beigesetzten letzten Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Moses Strauß.
Wenige, 2009 noch lebende örtliche Zeitzeugen erinnern sich an das dörfliche Zusammenleben während der NS-Zeit.
Schließlich wird dessen Beendigung  durch ein mörderisches NS-System, der Abtransport der letzten sechs jüdischen Bewohner im Jahr 1942 erinnert.

Dokumentiert wird auch das Schicksal der übrigen, noch in Habitzheim geborenen jüdischen Einwohner, die in den Städten Darmstadt und Frankfurt und andernorts Zuflucht gesucht hatten und die, wo es nicht einigen wenigen gelang, rechtzeitig auszuwandern, sämtlich umgebracht wurden. (Bedauerlicherweise gibt es über die vor der NS-Zeit stattgefundene Bevölkerungsbewegung etwa ab dem Jahr 1839 – aus welchen Gründen auch immer – vor Ort keinerlei Dokumentation.)