Über uns

Warum nennen wir uns „Häzemer“ Dorf- und Kulturverein?

Der Name „Habitzheim“ existiert nur einmal in Deutschland.
Die erste urkundliche Erwähnung Habitzheims als „habuthishem“ findet sich in einer Urkunde von 1262, in der die Stiftung einer gewissen Suffia [Sophia] an die „Brüder in masbach“ [Mosbach] bestätigt wird. Sie befindet sich im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt.

Der Name wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals geändert. Nachfolgend ein kleiner Auszug:

1262 Habuthishem 1412 Habezheim
1321 Habotsheym 1418 Hatzhem
1339 Hazhem 1422 Hatzheim
1347 Habelsheym 1442 Heytzheym
1361 Habitßheim 1482 Haytßheym
1365 Haboltzheim 1507 Haytzem
1390 Habotsheim 1510 Habeltzheim
1398 Habitzheim 1516 Habitzheim

Von Generation zu Generation wird weitergegeben, dass die Habitzheimer sich selbst im Volksmund nicht als „Habitzheimer“, sondern als „Häzemer“.benennen,
Der Ortsname lautet jedoch nicht „Häzem“, wie man meinen könnte, sondern „Haozem“.

Wie kommt es zur Schreibweise „Haozem“?

Recherchen ergaben, dass der Ortsname „Haozem“ gemäß der Aussprache  im bayrisch fränkischen Raum mit „ao“ geschrieben wird. Die Herleitung kommt laut dem Transkriptionssystem nach Hermann Teuchert (1924/25), das auf dem lateinischen Alphabet aufgebaut ist, und durch diakritische Zeichen und Sonderzeichen ergänzt wird, zustande.[1]

Hier wird die Aussprache des Dialekt-Begriffes „Haozem“ mit einem „ao“ oder „å“ dargestellt.
Der typische „å-Laut“ ist ein sehr dunkles und tiefes „o“, etwa wie in Englisch „law“ oder „all“. Demzufolge schreibt man „Haozem“ mit „ao“.


[1] http://frankenland.franconica.uni-wuerzburg.de/login/data/2001_5.pdf