Vereinsgeschichte

Als im Jahr 2006 der Otzberger Ortsteil Habitzheim in das „Hessische Dorferneuerungs- Programm“ aufgenommen wurde, zählte das Erforschen der Ortsgeschichte zu den zu unterstützenden Aktivitäten.

Es bildete sich eine Arbeitsgruppe „Ortsgeschichte“. Diese hatte sich zum Ziel gesetzt, die „Häzemer Geschichte“ aufzuarbeiten.

Aus dieser AG „Ortsgeschichte“ heraus kam es am 13.03.2008 zur Gründung des „Häzemer Dorf- und Kulturvereins 2008 e.V.“.
Im Gasthaus „Zur Brücke“ waren 31 Gründungsmitglieder anwesend.

Als Ziele des Vereins wurden in erster Linie die Förderung der Kultur und der Dorfgemeinschaft sowie die Aufarbeitung der Ortsgeschichte. festgelegt.
Zur Erreichung dieser Ziele ist Recherche-Arbeit und Sammeln von historischen Schriften, Fotos etc., auch aus privaten Beständen, zwingend notwendig.

Um die Ergebnisse dieser Arbeit zu präsentieren, wurden einige Aktionen ins Leben gerufen.
Das erste große Ziel setzte man sich für den 09. November 2008.

Am 40. Jahrestag der „Reichspogromnacht“ enthüllte man im Beisein von Kirchen- und Gemeindevertretern am Ort der ehemaligen Synagoge, dem heutigen evangelischen Kindergarten, eine Hinweistafel (siehe nachfolgende Abbildung) auf das Bauwerk mit den Namen der zuletzt in Habitzheim lebenden jüdischen Familien.

Für den 1. Adventsonntag 2008 hatte man zur einer Ausstellung über das „alte Habitzheim“ eingeladen. Man zeigte Bilder von früher, die man bei Bewohnern gesammelt hatte.

2009  konnte die erste Broschüre der „Habitzheimer Geschichte(n)“ veröffentlicht werden, „Schulen in Habitzheim“, Band 1. Siehe Punkt „Broschüren“.

Es wurden „Verzäihl emol ebbes-Abende“ ins Leben gerufen. Sie werden regelmäßig abgehalten, um das dörfliche Miteinander lebendig zu halten, um Geschichte(n), Erzählungen und Informationen auszutauschen, weiterzugeben und festzuhalten.

Alte Traditionen, wie die Würzborre-Sammlung am 15. August jeden Jahres, werden wieder neu entdeckt und belebt.

Dorfrundgänge und Mundart-Abende werden durchgeführt. Die Kerb mit ihren Kerbborschen wird unterstützt.

Im Frühjahr 2009 wurde eine Ausstellung mit dem Titel „Habitzheimer Flurnamen“ organisiert, im April 2010 berichtete Wilfried Köbler von Karolingern, Klöstern und Königshöfen.

Zur Adventsaustellung konnte dann der 2. Band der Habitzheimer Geschichte(n) – Verwehte Spuren?“ vorgestellt werden (siehe Punkt „Broschüre“). Daran anknüpfend fanden zwei Aufführungen zum jüdischen Leben in Habitzheim statt.

Ein weiterer Höhepunkt stellte der Vortrag von Dr. Mark Scheibe zum Thema „Schinderhannes“ im April 2011 dar.